Mecklenburg-brandenburgischer Ballonsportverein e.V.
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Ein kurze Geschichte...
  • Erste Ballonfahrt 1987 in Ungarn
  • Gründung eines Freundeskreises der Ballonfahrer, aus dem später der jetzige Verein hervorgegangen ist
  • Vereinsgründung 1989 in Berlin
  • 1. Ballontreffen in der DDR in Anklam 1990
  • Pilotenausbildung mit Unterstützung des Münsteraner Ballonvereines
  • ...und zur Zeit fahren für unseren Verein 8 Piloten
 
 
...und eine lange Geschichte
 
Zuerst
begann alles im Kopf von Zepp, auch unter dem bürgerlichen Namen Peer Wittig bekannt. Er hatte schon immer ein Faible für „Systeme leichter als Luft“. Erster Höhepunkt dieser Beschäftigung war der Bau eines fünf Meter langen Modelles des Luftschiffes LZ 130. Es war nachweisbar das kleinste, originalgetreue, flugfähige Luftschiffmodell der Welt. Und es war nur ein Kilogramm schwer. Seine Flugfähigkeit bewies es, indem es nach einem Startversuch nie mehr zur Erde zurückkehrte...
 
 
Ein neues Luftschiff

So traurig der Verlust dieses wunderschönen Modells war, so war doch der Weg frei für neue Ideen. Zepp erhielt ein kleines Stück Folie, aluminiumbedampfte Polyesterfolie, und doppelseitig klebendes Klebeband: Die Voraussetzung für ein kleines Prallluftschiff. Allerdings brauchte er noch etwas mehr von dieser Folie. Konnte man diese auch in der DDR auftreiben? Zepp nahm Kontakt mit dem Institut von Ardenne auf, einem Kuriosum in der DDR, da es sich um ein staatliches Institut  mit mehr oder weniger privaten Leitung handelte.  Leiter war der Namensgeber Manfred von Ardenne, Miterfinder des Fernsehens und der nach ihm Benannten Sauerstoff-Mehr-Schritt-Therapie. Dieses Institut hatte diese Folie für die DDR neu erfunden – für Verpackungen. Er  erhielt ausreichend Folie. Das Luftschiff war schnell gebaut , aber das Entscheidende fehlte noch: das Traggas.

 
Woher Gas ??

Helium oder Mischgase mit Helium unterstanden dem Ministerium für Nationale Verteidigung. Was tun? Zu dieser Zeit wurde in Dresden der Wiederaufbau der Semperoper abgeschlossen, die im August 1944 von englischen und amerikanischen Bombern fast vollständig zerstört worden war. Zur feierlichen Eröffnung sollte eine große Demonstration stattfinden zu der Erich Honecker erwartet wurde. Notwendig dazu waren eine große Tribüne, ein großer Platz und viele Menschen, die an der richtigen Stelle klatschten oder die richtigen Parolen skandierten. Es war nicht schwer den Parteisekretär unserer Sektion davon zu überzeugen, wie gut ein kleiner Ballon, mit richtiger Parole versehen, auf dieser Veranstaltung wirken würde. Er organisierte eine Flasche Helium, Zepp bastelte einen kleinen Ballon von cirka 5 m³ Inhalt und die passende Parole wurde auch gefunden: „Frieden schaffen ohne NATO-Waffen“.

 
 
und weiter...
Aus dem nun vorhandenen Material baute Zepp mit Freunden ein Luftschiffmodell mit sechs Meter Länge. Es fuhr hervorragend mit seinen zwei Motoren und der Fernsteuerung. Ein Team des Fernsehen filmte sogar einmal eine Fahrt, aber gezeigt wurde dieser Film leider nie.
 
Modellheißluftballone
Der erste „Heißluftballon“ wurde probeweise aus Papier gefertigt. Zwei voll funktionsfähige Ballonmodelle entstanden. Es waren die einzigen Ballone mit der historischen Kennung „DDR-Gogo“ und „DDR-Stine“. Sie hatten einen Durchmesser von ca. 6m und etwa 15 kg Tragkraft.
 
 
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